Warum?

Die Critical Mass – mehr als nur eine Radtour in der Stadt

Critical – was? Die Erklärung: eine möglichst große Zahl an Radfahrern schließt sich regelmäßig zu einer Gruppe zusammen und beansprucht so ihren Platz im Straßenverkehr. Man kann diese Aktionsform also getrost als Gegenbewegung zur alltäglichen Blechlawine auf Ingolstadts Straßen begreifen – und als Feier für das Verkehrsmittel Fahrrad.

Ein Grundanliegen der Critical Mass ist, sicheren Verkehrsraum für Radfahrer zurückzugewinnen.

Dieser Verkehrsraum wird hierzulande bisher vor allem von Kraftfahrzeugen besetzt – allein für diese sind Spuranlagen und Leitsysteme angelegt. “Autogerecht” nennt man das.

An dieser einseitigen Ausrichtung unserer Stadt rüttelt die Critical Mass. Radfahrer sollen nicht länger auf minderwertige Nebenwege geschickt werden. Damit sind zum Beispiel Radwege gemeint, die sich an Engstellen der Autospur beugen müssen. Man stelle sich im Gegenzug eine Autospur vor, die vor einem Kreisverkehr unvermittelt endet. Radfahrer erleben so etwas ständig.

Darüber hinaus stellt die Bewegung eine grundsätzliche Frage an die Stadt- und Verkehrsplanung: wie soll in Zukunft unsere Fortbewegung im Straßenraum, somit auch unser Umgang und die Begegnung im öffentlichen Raum aussehen? Weiterhin Vorfahrt für das Auto, unter Inkaufnahme aller Begleiterscheinungen wie Abgas, Lärm, Flächenverbrauch und Gefährdung schwächerer Verkehrsteilnehmer? Oder spricht nicht viel mehr für ein umweltverträgliches Verkehrskonzept, wie es das Fahrrad schon längst bereitstellt?

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